Google AI Overviews springen bei Markensuchen von 26 auf über 80 Prozent
Google zeigt seine KI-generierten AI Overviews neuen Daten zufolge bei über 80 Prozent der getrackten Markensuchanfragen – Anfang September waren es noch rund 26 Prozent. Der Sprung erfolgte in den letzten Septembertagen, ohne dass Google eine entsprechende Änderung angekündigt hat. Für Marken- und SEO-Verantwortliche verschiebt sich damit der erste Eindruck einer Marke in der Suche weiter hin zur KI-Zusammenfassung.
Was ist passiert?
Google blendet seine KI-generierten Antwortboxen (AI Overviews) seit Ende September 2026 bei einem deutlich höheren Anteil von Markensuchanfragen ein. Darüber berichtete das Fachportal Search Engine Land am 1. Oktober 2026 auf Basis von Daten des SEO-Anbieters DemandSphere.
Die Datenlage im Detail
DemandSphere hat die untersuchten Marken-Keywords über seine Plattform DemandMetrics einmal täglich über alle Märkte und Geräte hinweg getrackt. Die wichtigsten belegten Werte:
- Anfang September 2026 erschienen AI Overviews bei rund 26 Prozent der getrackten Markenanfragen; über weite Teile des Monats lag der Wert bei etwa 27 bis 35 Prozent.
- Ende September beschleunigte sich der Anstieg sprunghaft: 69,21 Prozent am 26. September, Spitzenwert 90,48 Prozent am 27. September.
- Das Niveau blieb anschließend hoch: 80,23 Prozent am 28. September und 82,06 Prozent am 29. September.
- Google hat nach Angaben der Quelle keine Änderung angekündigt, die mit diesem Anstieg in Verbindung steht.
Unabhängige Stichprobe stützt die Beobachtung
Chris Long, Mitgründer der Agentur Nectiv, testete parallel 100 Enterprise-Marken über die Schnittstelle SerpApi und fand AI Overviews bei 93 von 100 Marken – darunter Reddit, Salesforce, Mailchimp und Facebook, aber auch kleinere Unternehmen. Die Stichprobe ist klein, deckt sich jedoch mit der Richtung der DemandSphere-Daten.
Einordnung
Markensuchanfragen galten bislang als vergleichsweise geschützter Raum in der Google-Suche: Wer eine Marke suchte, dem zeigte Google primär deren Website, Sitelinks und Knowledge Panel. Mit AI Overviews auf einem Großteil dieser Anfragen verschiebt sich der erste Eindruck einer Marke hin zur KI-generierten Zusammenfassung – und damit zu Inhalten, die Marken nur begrenzt steuern können.
Da Google den Sprung weder angekündigt noch kommentiert hat, ist offen, ob es sich um einen dauerhaften Rollout, einen Test oder eine vorübergehende Schwankung handelt. Beides wäre plausibel; belegt ist bislang nur der gemessene Anstieg.
Was jetzt wichtig ist
Für Marken-, SEO- und Kommunikationsverantwortliche rücken drei Punkte in den Vordergrund:
- Monitoring der eigenen Markensuche: Ob und wie AI Overviews auf die eigene Marke antworten, sollte jetzt regelmäßig geprüft werden.
- Kontrolle der zitierten Quellen: Entscheidend ist, welche Inhalte die KI-Zusammenfassung heranzieht – eigene Seiten, Presse, Bewertungsportale oder Foren.
- Zitierfähige Markeninhalte: Klare, aktuelle und gut strukturierte Informationen zur eigenen Marke erhöhen die Chance, dass die Zusammenfassung auf belastbaren Quellen aufbaut.
Die Datenlage stützt sich auf einen Anbieter und eine kleine Zusatzstichprobe. Eine offizielle Bestätigung oder Einordnung durch Google steht bislang aus.